Rhythmisierung des Schulalltags

Unser Zeitkonzept:

Die Unterrichts-, Betreuungs- und Pausenzeiten wurden im Schuljahr 2005 / 2006 unter Mitwirkung der Elternschaft nach einer Versuchsphase durch Abstimmung, wie in der Tabelle unten ersichtlich, festgelegt. Ziel war und ist es, den Schultag dem Biorhythmus anzupassen und dem kindlichen Bedürfnis nach sozialen Kontakten zu entsprechen.

Der Unterricht beginnt in der Regel gleitend ab 8.30 Uhr mit einer Phase individueller freier Arbeit. Für die Kinder der ersten und zweiten Jahrgangsstufe ist montags bis donnerstags Unterrichtsschluss um 13.45 Uhr, für die Dritt- und Viertklässler jeweils um 14.30 Uhr. Am Freitag endet der Unterricht für alle Schüler um 12.00 Uhr mit Ausnahme des Schwimmunterrichts für die dritte und vierte Klasse im ersten Schulhalbjahr.

Ab Schuljahr 2006 / 2007 wurden auf der Basis von Umfragen verstärkt Kurse im Anschluss an den Unterricht zusätzlich aufgenommen.

Seit dem Schuljahr 2011/2012 wird eine verlängerte Mittags- und Hausaufgabenbetreuung bis 15.30 angeboten.

Tagesablauf

07.30 bis 08.30 Uhr      Frühbetreuung

08.30 bis 12.00 Uhr      Unterricht

12.00 bis 13.00 Uhr      Mittagspause (30 Minuten Bewegung, 30 Minuten Essen)

13.00 bis 13.45 Uhr      Unterricht für 1. und 2. Klasse

13.00 bis 14.30 Uhr      Unterricht für 3. und 4. Klasse

14.30 bis 15.30 Uhr      Betreuung, Hausaufgabenbetreuung

ab 14.30 Uhr                  Arbeitsgemeinschaften

 

Zur Erreichung des oben genannten Ziels einer positiven Persönlichkeitsentwicklung genügt es nicht alleine, den zeitlichen Ablauf des Schultages zu verändern. Andere Formen der Wissens- und Wertevermittlung sowie andere Inhalte dienen als Instrumente, um die Kinder auf ihrem Weg zu einer offenen, emanzipierten und toleranten Persönlichkeit zu unterstützen.

Betreuung

Mit Einführung der Tagesschule im Winter 2005/06 wurde durch den veränderten zeitlichen Unterrichtsrhythmus ein Betreuungskonzept nötig. Dieses Konzept sieht eine Frühbetreuung von 7:30 Uhr bis 8:30 Uhr, eine Betreuung über die Mittagszeit, in welcher warmes Essen angeboten wird, und eine sich an den Unterricht anschließende Hausaufgaben- und/oder Spielbetreuung vor.

Unser sechsköpfiges Betreuungsteam bietet den Kindern verschiedene sportliche Aktivitäten und Spielmöglichkeiten während aller Betreuungszeiten an.

In der Mittagspause von 12:00 Uhr bis 13:00 Uhr haben die Kinder die Möglichkeit, ein warmes Mittagessen zu erhalten oder ihre mitgebrachte Brotzeit zu essen. Während die Klassen 1 und 2 in der Zeit von 12:00 bis 12:30 Uhr im Speisesaal essen, können die Kinder der Klassen 3 und 4 sich in Turnhalle oder Pausenhof austoben, im Werkraum zum Spielen treffen oder sich in die Bibliothek zurückziehen.

Um 12:30 Uhr erfolgt der Wechsel, d.h. die Klassen 1/2 gehen zum Spielen, die Klassen 3/4 kommen zum Essen in den Speisesaal. Ab 13:00 Uhr gehen die Schüler dann wieder in den Unterricht.

Nach Unterrichtsende beginnt um 13:45 Uhr die Hausaufgabenbetreuung für die Klassen 1 und 2, die Klassen 3 und 4 kommen um 14.30 Uhr dazu. Im Schuljahr 2011/2012 wurde die verlängerte Hausaufgabenbetreuung eingeführt und aktuell findet montags bis donnerstags Betreuung bis 15:30 Uhr statt. In dieser Zeit können die Kinder ihre Hausaufgaben erledigen und, wenn sie fertig sind, danach zum Spielen in andere Räumlichkeiten gehen.

Für die Hausaufgabenbetreuung erfolgt zu Schuljahresbeginn eine schriftliche Abfrage. Natürlich sind auch während des Schuljahres noch Anmeldungen möglich, wenn Bedarf entsteht oder wenn beispielsweise eine neue Arbeitsgemeinschaft beginnt.

Die oben genannten Betreuungszeiten sind kostenlos, da die Gemeinde Wiesenthau die Tagesschule dankenswerterweise finanziell bezuschusst.

Das Team der Mittagsbetreuung erreichen Sie unter der Telefonnummer: 09191 - 974661.

Die Jahrgangsmischung

Seit dem Schuljahr 2010/2011 werden die Kinder der ersten und zweiten Jahrgangsstufe, seit dem Schuljahr 2011/2012 auch die Schüler der dritten und vierten Klassen in jahrgangsgemischten Parallelklassen unterrichtet. Diese Umstrukturierung erfolgte zum einen als Reaktion auf sinkende Schülerzahlen, von denen naturgemäß auch die Schule Wiesenthau nicht verschont bleibt. Vor allem aber wird das jahrgangskombinierte Lernen an unserer Schule als eine Chance, Synergieeffekte zwischen Kindern verschiedener Altersstufen zu nutzen, gesehen. Insbesondere im Bereich des sozialen Lernens werden so vielfältige Entwicklungsimpulse hinsichtlich der Fähigkeit und Bereitschaft Hilfe anzunehmen und Hilfe zu geben gesetzt. Diese Entscheidung zieht erhebliche Veränderungen im Bereich der Unterrichtsführung und Unterrichtsorganisation nach sich.

Wochenplanarbeit

Die Kinder bearbeiten weite Bereiche schulischer Inhalte in Form von verpflichtenden, gegebenenfalls individuell gestalteten Wochenplänen in einem überschaubaren zeitlichen Rahmen. Eine Anpassung an das individuelle Lerntempo der Kinder wird so angestrebt. Bei der Vermittlung der Inhalte wird großer Wert auf eine handlungsorientierte und materialgeleitete Form der Erarbeitung und Festigung von Lerninhalten geachtet.

Freies Arbeiten

Wochenplanarbeiten als auch Inhalte, die in besonderem Maße den Interessen und Fähigkeiten der Kinder entsprechen können nach Absprache mit den Lehrkräften in den täglichen freien Arbeitsphasen bearbeitet werden. Die Auswahl der Lernpartner wird hierbei nicht durch die Klassenzugehörigkeit bestimmt und ermöglicht so eine individuelle Förderung der Kinder. Inhalte, die in besonderem Maße den individuellen Interessen und Fähigkeiten entsprechen können hier bearbeitet werden und werden nicht durch klassenspezifische Lernziele limitiert. Diese können über die verpflichtenden Ziele der Jahrgangsstufe hinausgehen oder aber im Bedarfsfall eine nochmalige Wiederholung und Festigung bereits erarbeiteter Inhalte darstellen. Insbesondere hier kommen die besonderen Möglichkeiten und positiven Effekte jahrgangsübergreifenden Lernens zum Tragen.

Englischunterricht ab der 1. Klasse

Englisch ab Schulbeginn!

Während der Lehrplan Plus für die Grundschulen in Bayern das Fach Englisch erst ab der dritten Jahrgangsstufe vorsieht, ist für die Schüler der 1. und 2. Klasse der Tagesschule Wiesenthau seit dem Schuljahr 2009/2010 Englischunterricht einmal wöchentlich fester Bestandteil des Stundenplans. Der Unterricht wird von einer externen Lehrerin gehalten (Isabel Simon, StR‘- Gymnasiallehrerin Englisch) und auch extern durch die Gemeinde Wiesenthau, den Förderverein der Tagesschule sowie über Sponsoren finanziert.

Warum Englisch schon ab der 1. Klasse?

Wieso macht es Sinn und kann es sogar sehr wichtig sein, bereits ab der ersten Klasse mit dem Erwerb einer Fremdsprache anzufangen?

Studien weisen darauf hin, dass im frühen Kindesalter die Laute einer Sprache leichter erlernt und anders gespeichert werden als in späteren Lebensphasen. Eine „neue“ Sprache zu lernen reicht immer weit über das Kennenlernen ihrer Laute, Wörter und Strukturen hinaus: Somit ist dieser Prozess auch immer eine Auseinandersetzung mit anderen Kulturen, eine Einladung zu Offenheit und Toleranz und Verständnis sowie nicht zuletzt eine Ich-Stärkung.

Wie lernen die Kinder?

Anknüpfend an die Erfahrungswelt und das Vorwissen der Kinder werden im Unterricht altersgemäße Themen wie z.B. Zahlen, Farben, Tiere, Spielsachen, Jahreszeiten, Wetter, Schule sowie Essen in der Fremdsprache kennengelernt.

Auch die Methodik ist durch spielerisches Lernen mit allen Sinnen und die Integration konkreter Situationen aus dem Erfahrungsschatz der Kinder altersgemäß. Begleitet durch die Handpuppe Sally singen die Kinder Lieder, spielen Spiele, hören Geschichten, arbeiten mit Bildern und Karten, gestalten in ihrem Arbeitsheft, feiern Feste und Jahreszeiten, erleben Bräuche u.v.a.m.. Als Basis für den Englisch-Unterricht dient das Lehrwerk Sally, das mit einem Arbeitsheft, Bildkarten und einer CD viele Anregungen zum spielerischen Umgang mit der englischen Sprache bietet.

Fazit

Die entwicklungsbedingte Aufnahmefähigkeit und der altersgemäße Unterricht bieten optimale Voraussetzungen dafür, dass der frühe Englischunterricht für jedes Kind ein Erfolg wird. Ein Erfolg, der über Jahre hinaus Früchte trägt, weil er zur richtigen Zeit gepflanzt und gute Bedingungen zum Wachsen hat.

 

Aussagen der Eltern zum Unterricht:

Englisch ab der 1. Klasse finde ich…

 …gut! Die Kinder lernen in jungen Jahren besonders schnell eine neue Sprache, spielerisch und mühelos. Dieses mühelose und akzentfreie Sprachenlernen lässt in späteren Jahren der Kindheit sowie der Jugendzeit nach. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass das sogenannte Lernfenster für Sprachen mit etwa zehn Jahren abgeschlossen ist. Da fängt bei uns der Sprachunterricht (normal) erst richtig an!

 …super, weil es meinem Kind total Spaß macht & weil mein Kind langsam und spielerisch an die Sprache herangeführt wird.

…sehr gut, da das Lernen spielerisch erfolgt und es den Kindern in diesem Alter meist leichter fällt, die unbekannte Sprache inkl. natürlicher Aussprache und Satzmelodie zu lernen; ein Gefühl für die Sprache, auch unbewusst, zu entwickeln und später darauf aufzubauen bzw. zurückzugreifen bei Bedarf.

 …super! Unsere Tochter besucht den Englisch-Unterricht von Anfang an sehr gerne und hat Spaß. Sie berichtet regelmäßig von der Unterrichtsstunde und hat viel Freude daran, dass neu „Erlernte“ zuhause z.B. nachzusingen. Wir finden es gut, dass die Kinder ohne viel Druck erste Kenntnisse der Fremdsprache kennenlernen durften.

  

Dankeschön

Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle allen, die dieses Projekt finanzieren: die Gemeinde Wiesenthau, der Förderverein der Grundschule & allen Sponsoren, wie Fa. Siemens, Sparkasse Forchheim und Dr. Mensing.

Rechtschreibkonzept

Der ab diesem Schuljahr geltende neue Lehrplan Plus möchte Kinder in ihren Kompetenzen stärken und ihnen zur Rechtschreibsicherheit verhelfen. Bei uns gibt der Wochenplan jedem Kind genügend Raum die Rechtschreibung zu üben, anzuwenden und somit zu festigen. An der Tagesschule Wiesenthau werden im Rechtschreibunterricht viele Lernwege angeboten, die Rechtschreibung zu sichern.

1. Grundwortschatz



Wir erarbeiten den verpflichtenden Grundwortschatz und prägen uns Wörter ein. Zudem üben wir Rechtschreibstrategien und legen großen Wert auf Selbstkontrolle. 

2. Der Zauberlehrling



"Der Zauberlehrling" ist unser Rechtschreiblehrgang in allen vier Jahrgangsstufen.

 

3. Lernwörterlisten

Diese Listen enthalten Lernwörter, die je nach Strategie z.B. "ie" mit dem Übungsplan geübt werden.

4. Übungsplan Rechtschreiben



Jeder Schüler erhält einen Übungsplan. Damit üben unser Kinder ihre Lernwörter und Strategien.

 

5. Ergänzende Freiarbeits-Materialien


Vielfältige Materialien begleiten in der Freiarbeit den Rechtschreiblernprozess.

6. Abwechslungsreiche Diktatformen


Unterschiedliche Diktatformen kommen bei uns zum Einsatz: Dosendiktate, Schleichdiktate, Diktate auf Tonträger gesprochen. Beim Schleichdiktat z.B. schleichen die Kinder zu einem Text und merken sich einzelne Abschnitte. Diese notieren sie sich dann ins Heft. 

7. Neues Fehlerkonzept



Fehler darf der Schüler mit seiner Lieblingsfarbe berichtigen und prägt sich durch die optische Hervorhebung die richtige Schreibweise ein.

8. Individueller Übungswortschatz

Jeder Schüler macht individuelle Fehler. Diese übt er in einem extra Geheft, welches sich im Laufe des Schuljahres erweitert.